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15.05.2017 16:25 Alter: 216 days

Digitalisierung. Dein Risiko. Deine Chance. – Das Motto des 11. Deutsch-Norwegischen Jugendforums.

Rund 60 deutsche und norwegische Jugendliche trafen sich in Berlin


Gruppenbild © Assunta Jaeger

Preisverleihung für die Projekte 2016 © Assunta Jaeger

Berlin, 19. September 2017: Jugendliche sind immer und ständig im Netz und am Smartphone – doch welche Risiken und Chancen bietet die Digitalisierung? So lautete die Kernfrage des diesjährigen Deutsch-Norwegischen Jugendforums (DNJF), das vom 15. bis 18. September 2017 in Berlin stattfand.

 

60 norwegische und deutsche Jugendliche zwischen 16- und 25 Jahren waren eingeladen, um sich im Rahmen eines Sprach- oder Projektcamps mit der zunehmenden „Digitalisierung“ zu beschäftigen. Die Teilnehmer/innen waren aber auch eingeladen, sich mit der Sprache und Kultur des jeweils anderen Landes auseinanderzusetzen und Freundschaftskontakte zu knüpfen.

 

In einzelnen Arbeitsgruppen lernten die Jugendlichen, welches Potenzial in der Digitalisierung steckt und wie sie dieses für ihr soziales oder berufliches Leben sinnvoll nutzen können. Gleichzeitig wurden sie über mögliche Risiken und den verantwortungsvollen Umgang mit eigenen Daten aufgeklärt. Beispielsweise erstellten sie eine eigene Zeitung zum Jugendforum, produzierten Songs oder einen Kurzfilm, in dem unterschiedliche Ansichten zur Digitalisierung dokumentiert werden. Diskussionsrunden mit Fachexperten boten zusätzlich die Gelegenheit, sich etwa zum Thema „Datenschutz“ oder über Studien- und Stipendienmöglichkeiten zu informieren. Außerdem nahmen die Jugendlichen an Exkursionen zum Bundestagsausschuss Digitale Agenda, zu den Telekom Innovation Laboratories und zum Borderstep Institut für Innovation und Nachhaltigkeit teil. Dort ging es um Einblicke in die digitale Arbeitswelt und Anregungen, wie sie in diesem Berufsfeld Fuß fassen können.

 

Die Ergebnisse der einzelnen Arbeitsgruppen wurden auf der feierlichen Abschlussveranstaltung am 18. September 2017 im „Felleshus“ der Nordischen Botschaften Berlin multimedial der Öffentlichkeit präsentiert. Neben Partnern und Sponsoren waren der norwegische Botschafter Petter Ølberg, der deutsche Botschafter in Oslo Dr. Thomas Götz, der Co-Vorsitzender der Norwegisch-Deutschen Willy-Brandt-Stiftung Franz Thönnes und ein leitender Vertreter des deutschen Energieunternehmens Uniper, Dr. Christian Schabbel anwesend.  

 

In ihren Ansprachen drückten Petter Ølberg und Dr. Thomas Götz deutlich ihre Wertschätzung für die Arbeit des Deutsch-Norwegischen Jugendforums aus. Sie sei ein wichtiger Bestandteil der hervorragenden bilateralen Beziehungen. Dr. Thomas Götz forderte die Teilnehmer zudem auf, vernetzt zu bleiben und so die deutsch-norwegischen Beziehungen mit zu gestalten. Mit den Worten “Sie sind unsere Zukunft – übernehmen Sie Verantwortung“ bestärkte Franz Thönnes die Jugendlichen, sich auch zukünftig für den Erhalt der engen Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Norwegen zu engagieren.

 

Höhepunkt der Abschlussveranstaltung bildete die feierliche Preisvergabe für das beste Projekt, das aus dem Projektcamp 2016 hervorging und seither erfolgreich weitergeführt wurde. Für den Aufbau eines Schulnetzwerkes wurde die Projektgruppe „Freundskap“ (Christoph Dymek, Verena Dröge und Marie Evensen) ausgezeichnet. Lukas Neuenschwander erhielt einen Preis für die Entwicklung einer Deutsch-Norwegischen Wörterbuch-App. Die Höhe des Preisgeldes betrug jeweils 250,00 Euro. Diese Summe spendete die Norwegisch-Deutsche Willy Brandt Stiftung. Die Preisträger waren über Video zur Veranstaltung zugeschaltet. Sie waren verhindert, persönlich nach Berlin anzureisen. Daher nahmen ihre Mentoren für sie stellvertretend den Preis entgegen.

 

Nach der Preisvergabe stellten die Teilnehmer/innen aus dem diesjährigen Projektcamp ihre erarbeiteten Konzepte zur Optimierung der DNJF Homepage und die der Norwegisch-Deutschen Willy Brandt Stiftung vor. So sollte die Online-Präsentation des Jugendforums zum Beispiel, mehr praktische Informationen über Schüler- und Studienaufenthalte im jeweils anderen Land enthalten und noch ausführlicher über Land und Leute berichten. Die Mitglieder des Workshops „Alumniarbeit“ äußerten bereits sehr konkret ihre Vorstellungen über ein Treffen mit ehemaligen Teilnehmern. Dieses soll im Sommer kommenden Jahres unter dem Motto „NaTURlich“ in Oslo stattfinden und mit einem sozialen Projekt im Bereich Urban Gardening verbunden werden.

 

Mittlerweile haben über 1.000 Jugendliche am Deutsch-Norwegischen Jugendforum teilgenommen. Noch heute sind die meisten von ihnen dem Forum sehr eng verbunden, einige studieren und arbeiten sogar bereits im anderen Land. Dies zeigt, welchen wertvollen Beitrag das Deutsch-Norwegische Jugendforum für die kulturpolitische und wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern in all den vergangenen Jahren geleistet hat.

 

Weitere Informationen zum Deutsch-Norwegischen Jugendforum 2017 stehen in einem ausführlichen Bericht auf BusinessPortals Norwegen.


Kontakt (Presse):
Stefan Hauer: hauer@dnjf.org
Vorstand Deutsch-Norwegisches Jugendforum e.V.


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