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Norweger debattieren mit Deutschen um die Wette
„Norweger können extrem gut Deutsch. Deutsche extrem schlecht Norwegisch.“ Das stellte Mariella Guarneri nach dem ersten Treffen ihres Debattierkurses fest. Sie war eine von vier Leitern der Workshops Debatte und Demokratie, die von rund 35 Jugendlichen des Forums gewählt wurden. Wie aber war die Arbeit mit zwei so unterschiedlichen Sprachgruppen realisierbar, vor allem, da in der Debatte die Meinungen und Argumente hitzig ausgetauscht werden sollten und wurden?
Zum einen waren natürlich die vorhandenen Sprachkenntnisse der norwegischen Jugendlichen förderlich, zum anderen verhalfen auch die engagierten Sprachvermittler – Studenten, die uns an die Seite gestellt wurden - diesem Projekt zum Erfolg. Nach einer allgemeinen Kennen lernrunde in den Gruppen, die jeweils ausgeglichen in der Anzahl ihrer deutschen und norwegischen Teilnehmer waren, stimmte man sich sofort auf die große Debatte ein, indem man eine Problemfrage in der Runde kontrovers diskutierte.
Im Folgenden trafen sich die Mitglieder der vier Gruppen, um über ein gemeinsames Hauptthema abzustimmen. Hier galt: nicht nur demokratisch diskutieren (aussprechen lassen, zuhören), sondern auch demokratisch abstimmen. Obwohl es dabei einige Probleme gab, so stellte sich die -demokratisch gewählte -Frage als nicht wirklich diskutierbar heraus, sodass sie (ganz undemokratisch) schnell gegen eine neue ausgetauscht wurde. Letztendlich einigte man sich auf die Problemstellung: „Sollten ausschließlich regenerative Energie gefördert werden?“ Die Ergebnisse der Debattiergruppen wurden später auch I.M. Königen Sonja von Norwegen vorgestellt.
Was aber sind die Beweggründe der Jugendlichen, sich für solch eine Debattier Arbeitsgruppe zu entscheiden? Eva Vik (16) etwa hält den Ideenaustausch zwischen den beiden Ländern für wichtig und sehr lehrreich, trotz der bestehenden Sprachbarrieren. Die deutsche Monika Blum (18) findet die einzelnen Beiträge beider Seiten förderlich für Wissen und persönliche Kontakte. Außerdem versprechen sich viele einen positiven Einfluss auf ihre Zukunft, da sie später entweder in die Richtung Politik und Recht oder auch Umwelt studieren möchten.
Generell war die Stimmung in den Arbeitsgruppen gut, und die Teilnehmer zeigten Begeisterung an den Debatten, obwohl für die folgenden Jugendforen einige Änderungen, wie zum Beispiel ein größerer zeitlicher Rahmen, für die Arbeit wünschenswert wären. (lh, ia, ml, kb)
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