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Engagement für unsere Erde mit Herz, Bauch und Verstand
Nach der Begrüßung durch Julia Stöber, Vizepräsidentin des German Norwegian Networks, Norwegens Bildungsminister Øystein Djupedal und Essens Oberbürgermeister Wolfgang Reiniger ging es sofort zum Thema des Forums. Und das ist ganz schön heiß. Es ging um die rasant ansteigende Erderwärmung.
Wir hörten zwei Vorträge, der Bogen spannte sich von den Beobachtungen der Wissenschaftler und den allgemeinen Hintergründen bis zu konkreten Maßnahmen, mit denen man gegensteuern kann. Cecilia Mauritzen, Ozeanografin am Meteorologischen Institut Oslo und ehemaliges Mitglied des „Intergovernmental Panel on Climate Change“ der UN, hat ihre Arbeit vorgestellt. In einem sehr wissenschaftlichen Vortrag hat sie uns deutlich gemacht, welche Auswirkungen das durch die Industrialisierung freigesetzte CO2 auf das Klima hat. Eine Animationsgrafik der vergangenen 400.000 Jahre zeigte, wie der CO2-Gehalt der Luft und die Temperatur von einander abhängen. Steigt der CO2-Gehalt, so steigt auch die Temperatur und umgekehrt. Da in den letzten 100 Jahren der CO2-Gehalt drastisch zugenommen hat und in Zukunft zunehmen wird, rechnet man auch mit einem Temperaturanstieg um bis zu 6°C.
Diese Temperaturveränderung hat auch zur Folge, dass das Eis der Erde schmilzt. Von dem Anstieg des Meeresspiegels und dessen verheerenden Konsequenzen sind jedoch hauptsächlich die ärmeren Länder betroffen. Die reicheren Nationen tragen die größte Schuld an der Verschmutzung der Umwelt, und die Folgen bekommen am stärksten die armen zu spüren. Beispielsweise produzieren Deutschland und Norwegen pro Kopf in einem Jahr zehn bis elf Tonnen CO2 aus, ein Mensch in Bangladesh verursacht nur eine halbe Tonne.
Ging es bis dahin um Ursachen und Hintergründe, zeigte Mari Roald Bern von der Organisation YouPEC, Studentin für Umweltwissenschaften und Volkswirtschaftslehre, was man konkret für den Klimaschutz tun kann. Da ging es um Energiesparlampen, öffentliche Verkehrsmittel, Bioprodukte und mehr. Denn ein Recht auf Wohlstand mit Herz, Bauch und Kopf. Ein Herz, um sich zu freuen über die Natur und die Möglichkeiten der Erde, ein Bauch, der sticht, wenn etwas falsch ist, und ein Kopf, um zu denken, lernen und kreativ zu sein.“
Beide Vorträge wurden mit großer Begeisterung angenommen. Das Interesse der Teilnehmer zeigte sich auch in der anschließenden Fragerunde, die leider aus Zeitgründen abgebrochen werden musste. Der Appell, der uns vermittelt wurde, hat bei uns seine Spuren hinterlassen und unseren Ehrgeiz angestachelt, möglichst viel des im Forum Gelernten in unseren Alltag zu übernehmen. (ch, mk, tw, jw)
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