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DNJF Düsseldorf 2011
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Øystein Djupedal - ein Freund des AustauschsØystein Djupedal - ein Freund des Austauschs

Bild von Björn Richter

Øystein Djupedal gehört als norwegischer Bildungsminister zur Delegation des Staatsbesuchs der Königin Sonja und eröffnete am Mittwoch das erste Deutsch-Norwegische Jugendforum. Wir haben ihn nach seinen Ideen für stärkere deutsch-norwegische Freundschaften befragt.

Warum ist es wichtig, dass das Deutsch-Norwegische Jugendforum hier in Essen stattfindet?
Ich fand es vom Anfang an eine gute Idee, das wir ein solches Jugendforum zwischen Deutschland und Norwegen durchführen. Ich glaube an Austausch zwischen unseren Länder um Kontakte zu knüpfen, und natürlich ist das Jugendforum auch ein tolles Erlebnis für die Teilnehmer und es kann wichtig sein für das spätere Leben als Arbeitsnehmer, gute Verbindungen zu Deutschen zu haben. Deutschland ist ja schließlich der wichtigste Handelspartner Norwegens.

Was ist ihre Botschaft an die norwegischen Teilnehmer?
Ich möchte die norwegischen Teilnehmer auffordern, in Deutschland zu studieren. Deutschland hat viele der besten Universitäten Europas, besonders im Bereich der Naturwissenschaften. Aber auch deutsche Studenten sind herzlich willkommen in Norwegen. Es sind schon viele deutsche Studenten bei uns, aber noch viele weitere Studienplätze könnten besetzt werden.

Haben Sie selber Deutsch in der Schule gelernt?

Ja, das habe ich. Ich kann Deutsch verstehen, aber ich kann nicht so gut Deutsch selber sprechen. Vielleicht hätte ich das besser gekonnt, wenn ich ein paar Monate in Deutschland gewohnt hätte.

In Norwegen ist die deutsche Sprache nicht so beliebt. Wenn die Schüler in der achten Klasse noch eine Fremdsprache, zusätzlich zu Englisch, wählen, wählen sie lieber Französisch oder Spanisch. Ist das Deutsch-Norwegisch Jugendforum ein Teil der Kampagne, um mehrere norwegische Schüler Deutsch als Fremdsprache zu wählen zu auffordern?
Ja, klar ist das wichtig die deutsche Sprache zu lernen. Wie schon gesagt ist Deutschland der wichtigste Handelspartner Norwegens. Es ist wichtig, dass junge Leute in Norwegen die deutsche Sprache beherrschen.

Warum ist es denn in Norwegen nicht verpflichtend, eine zweite Fremdsprache in der achten Klasse zu wählen?
Zurzeit wählen so viele Jugendliche wie nie zuvor eine zweite Fremdsprache in der achten Klasse. Fünf von sechs Schülern lernen entweder Deutsch, Französisch oder Spanisch, der Rest lernt Englisch oder Norwegisch. Das sind Schüler, die mehr als genug mit den Grundfächern (Mathe, Norwegisch und Englisch) zu tun haben, und es nicht geschafft hätten, noch eine Sprache zu lernen.

Steckbrief zu Øystein Djupedal
Partei: Sosialistisk venstreparti (Die sozialistische Linkspartei)
Job: Bildungsminister (Kunnskapsminister) seit September 2005
Verantwortung: Kindergarten, Grundschule (1.-10. Klasse), Gymnasium, Universität, Hochschule, Forschung
Aktuell: Gehört zu Delegation des königlichen Staatsbesuches, Unterstützt das erste Deutsch-Norwegische Jugendforum

(as)